Wyk (20.09.2019)

Manuskript für den 20.09.2019 in Wyk, es gilt das gesprochene Wort

 
Liebe Anwesende, Interessierte an mehr Klimaschutz.
 
Mein Name ist Detlef Reppenhagen, Tourist aus Baden-Württemberg.
 
Als wir vor knapp zwei Wochen zu unserer Urlaubsreise aufbrachen, wußte ich noch nicht, daß ich hier und heute zu Wort kommen werde. Der 20. September 2019 wird sicher in die Geschichtsbücher eingehen, und wir waren dabei, wie wir hier im Hafen von Föhr versammelt sind.
Um was es geht, ist uns klar, jedoch ist es immer schwierig, bei anderen Überzeugungen zu finden, wenn es einen besseren Weg weitergehen soll. Dieser muß von deutlich mehr und konsequenteren politischen Entscheidungen gekennzeichnet sein als je zu vor. Noch nie in der gesamten Menschheitsgeschichte waren wir vor einem derart steilen Abgrund, daß das Ende naht, wenn nicht umgehend gehandelt wird.
 
Als junger Student vor 40 Jahren nahm ich an Seminaren teil, bei denen es bereits um die Zukunft ging. Wir analysierten und prüften Aussagen von führenden NaturwissenschftlerInnen und Organisationen. Es gab den "Club of Rome" und einen Bericht namens "Global 2000" an den amerikanischen Präsidenten. Hierin war damals schon alles gesagt. Doch zu einer daran orientierten Politik kam es nie.
 
Im Umwelt- und Naturschutz haben wir vor allem in Europa kleine Erfolge erzielt, doch die Risiken durch einen ausufernden Energieverbrauch, chemische oder radiaktive Giftstoffe haben unser politischen Handeln kaum beeinflußt. Im Gegenteil: ewig gestrige und rückwärtsgerichtete LeugnerInnen des Klimawandels sind in Deutschland, Europa und der ganzen Welt auf dem Vormarsch. Für mich ist nicht der zügellose Liberalismus und Kapitalismus das Hauptproblem, sondern diese oft rassistisch und nationalistisch denkenden Schrumpfdemokraten, die sogar vor laufender Kamera gut vorbereiteten JournalistInnen offen drohen.
 
Deshalb ist es auch wichtig, wie wir heute hier sehen, daß ein breites Bündnis fortgeführt wird für die Zukunft.
 
Daß wir in den beiden letzten zwei Wochen hier auf der Insel viel Fahrrad gefahren sind, hat dabei mehr symbolischen Charakter und dient der Gesundheit durch Bewegung. Aber es sind auch die kleinen Beiträge, die das Umdenken erleichtern sollen.
 
Ich wünsche der Bewegung auf der Insel und weltweit weiterhin Erfolge auf der Straße, und daß die Ideen über die Parteien in die Parlamente getragen werden für eine bessere Chance auf eine gesunde, friedliche und gerechte Zukunft auf dieser Welt für alle Menschen.
 
Ich danke den OrganisatorInnen und Ihnen allen für Ihre Teilnahme.
 
Detlef Reppenhagen aus Weil der Stadt 

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