Dipl.-Phys. Detlef Reppenhagen

Meine Zeit auf dieser Erde

Seit Jahren treibt mich innerlich das Ziel um, ein autobiographisches Buch zu schreiben. "Aller Anfang ist schwer", auch den Urknall in naturwissenschaftlicher, evolutionärer Betrachtung einigermaßen als Start des Weltalls zu verstehen und als gegeben hinzunehmen. Dies steht ausdrücklich nicht im Widerspruch zum Glauben an einen persönlichen Gott, wie immer ich "ihn" mir vorstelle!

Im Titel ist bewußt der Begriff "Zeit" enthalten, sie ist ein unveränderlicher Parameter im Leben und läuft von unschärferelativen Betrachtungen abgesehen stets in eine Richtung in die Zukunft hinein, allgemeinrelativistisch gesehen jedoch langsamer oder schneller. Der biologische Zerfall meines Körpers nimmt seinen Lauf, er läßt sich kaum verhindern. Heute jedoch ist der schönste Tag von der verbleibenden Restlaufzeit bis zum irdischen Tode, der jedoch nicht das Ende meines Lebens an sich sein wird!

An anderer Stelle beschrieb ich bereits den Weg durch die Zeit mit Entstehung der Materie, die den Raum bestimmt, und dem Lauf der Menschheit durch die Geschichte. Der größte Irrtum war hier stets, daß wir ängstlich, kindlich und abhängig an Religionsführer, Politiker und Herrscher als Vorbilder glaubten. Diese vermehren in der Regel doch nur ihre eigene Geldmenge und Macht und führen uns in Kriege, Hungersnöte, die totale Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Die Menschheit wird deshalb bald aussterben auf dieser Erde. Danach geht es jedoch zum Trost für viele (auch mich) im Himmel leichter weiter!

Heute, am 05.03.2017, reflektiere ich kurz über Vater, bereits 1981 verstorben, und Mutter, meine Geburt und wo ich heute stehe; die Bilanz ist "unter dem Strich" deutlich positiv, ich habe durchaus gut gelebt und Glück gehabt. Gewiß möge man sich nie vergleichen, aber es gibt bei über sieben Milliarden Menschen auf dieser Welt eine Mehrheit, die es deutlich schwerer hat im Leben, oft im täglichen Kampf um das schlichte Überleben in rauher Umgebung! Wo bleibt die Gerechtigkeit, lieber Gott? "Wer verteilt eigentlich die Arschkarten?"

Die Sache mit der DDR und der Republikflucht 1960 ist auch an anderer Stelle bereits erörtert worden. Jedenfalls kann ich dadurch ganz gut und aus erster Hand bei emotionalen Debatten über die Flüchtlingsbewegungen dieser Welt mitreden. Wir begannen jedenfalls als fünfköpfige Familie bei null mit Gemüse aus dem Vorgarten und Kaninchen aus dem eigenen Stall. Mein Vater brachte meinen beiden Geschwistern und mir die Natur, handwerkliche und musikalische Fertigkeiten näher, wenn auch der Leistungsdruck im Kindesalter vielleicht etwas zu hoch war und damit der Persönlichkeitsreifung etwas geschadet hatte.

Im Kopfrechnen war ich bereits im Vorschulalter unschlagbar und studierte so später Physik mit guten Noten und Abschlüssen. Vorpubertär gab es die Zeit des Lesens vieler Bücher, Internet gab es ja noch nicht. Astronomie war mein Hobby, so daß Allgemeine Relativitätstherorie eines von vier Diplomfächern wurde. Musik durchzog parallel dazu mein Leben, insbesondere Tanz- und Unterhaltungsmusik, öffentliche Auftritte zwischen 1973 und 2014. Heute spiele und singe ich nur noch im Wohnzimmer und im Internet. Chorleiter- und Vizedirigentaktivitäten an vielen Orten und Zeiten kamen hinzu.

In der Pubertät interssierten mich dann schlagartig nur noch Mädchen, und wie ich am besten zum Ziel kommen könnte. Das war, wie vieles andere im Leben auch, natürlich in einer solidarischen Gruppe gleichgesinnter junger "Böcke" oft besser möglich. Die Zeit vor dem Abitur möchte ich im Rückblick nicht vermissen. Hier gibt es viele schöne Erinnerungen und Anekdoten. The most famous game was "bottle turning around".

In Kombination mit musikalischen Auftritten lerne ich so am Anfang des Studiums nach Ableistung des Grundwehrdienstes in der Bundeswehr meine spätere erste Ehefrau kennen und lieben. Die Ehe scheiterte 1991. Aus Datenschutzgründen schreibe ich hierüber öffentlich nicht mehr als das. 

Aus der Kernphysik stieg ich aus auch wegen Tschernobyl, absolvierte einen einjährigen Umweltberaterlehrgang und wurde Gewerbeabfallberater in einem schwäbischen Landratsamt, wo ich heute immernoch sitze.

Mir geht es natürlich insbesondere im Rückblick auch um politische Zusammenhänge. Als es um die Nato"nach"- besser -aufrüstung ging um 1980 herum, wurde ich bewußter und befreite mich intellektuell Stück für Stück vom übermächtigen Vater, was eine lebenslange Aufgabe wurde! Ich nahm an Friedensdemonstrationen teil. Kommunal fand ich als Mitglied Zugang zur SPD von 1984 bis 1996, als ich wieder austrat. Außerdem kamen "über Nacht" vier Frauen gleichzeitig in mein Leben, welches sich dadurch bis heute grundlegend änderte. Es geht mir damit gerecht, ich bin zufrieden, gelegentlich glücklich. Erst als die drei Stieftöchter plötzlich "weg" waren, ging es aktiv politisch weiter 2008 in der Partei Bündnis 90/Die Grünen, die ich 2014 wieder verließ, weil kein besonderes soziales Profil mehr erkennbar war und sich die Partei von ihren Gründungsidealen basisdemokratisch, gewaltfrei, ökologisch und sozial inzwischen total entfernt hatte. Sie ist, zumindest in Baden-Württemberg heute genauso schwarz wie die CDU! Dennoch halte ich grundsätzlich an einer Regierungsoption rot-rot-grün fest. Die Wahrscheinlichkeit auf Bundesebene ist jedoch gering. Mir geht es aufgrund meines Lebenswegs inwzwischen jedoch mehr um gesellschaftliche Entwicklungen dort, wo ich gerade bin, um außerparlamentarische Arbeit in Vereinen, Verbänden und um eine gute Oppositionsarbeit in den Parlamenten.

In meinem Leben gab es einen Tiefpunkt Anfang Juni 1995, worüber ich heute offen sprechen kann. Nach einer einhunderttägigen Generalpause, wie es in der Musik so schön heißen würde, ging es weiter beruflich und privat. Der Neustart damals hat mir nicht geschadet!

Vieles kann man meinen Äußerungen im Internet entnehmen. Hier möchte ich versuchen, aus meinem Lebenslauf heraus auch meinen politischen Standpunkt in der Partei "Die Linke" klar zu definieren, auch im Hinblick auf die Bundestagswahl in diesem Jahr 2017.






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